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Die traditionelle Unterrichtsmethode am Beispiel Taekwon-Do – Teil 2


Budo

 
Der Begriff Budo steht für die meist japanischen Kampfkünste, die in der Tradition der Samurai stehen.

 

„Bu“ heißt übersetzt Militär (übertragene Bedeutung „Kriegskunst“) und „Do“ wird oft treffend/ unzutreffend mit Weg übersetzt (die übertragene Bedeutung entspricht eher „Selbstverwirklichung“).

 

Noch zwei weitere Begriffe sind mit Budo verknüpft: Bujutsu als Oberbegriff der reinen Lehre der Kampftechniken und Bushido (meist mit „Weg des Kriegers“ übersetzt) der Verhaltens- oder Ehrenkodex, dessen Befolgen oder Leben für den Krieger aus der reinen Bujutsu-Lehre einen Weg zur Selbstverwirklichung macht – Budo.

Unbezwingbarer Geist, Pflichterfüllung, Etikette, ehrbares Handeln sind Teile des Kodex.

 

Eine andere, sehr philosophische Deutung des Wortes Bu sieht darin zwei andere Zeichen enthalten, welche „Waffen anhalten“ bedeuten. Dies wird gern als die Vollendung des Budo angesehen.

 

Budo-Künste erkennt man oft am Do im Namen: Taekwon-Do, Judo, Kendo, Iaido und weitere. Aber auch hier ist das Vorhandensein des Do im Namen kein Garant, dass Budo praktiziert wird.

 

Manchmal kreieren Leute Kampfarten, indem sie hier und da was von nehmen, noch eigenes dazupacken, sich einen Namen ausdenken und das Wörtchen „Do“ anhängen, um den Eindruck einer Tradition zu erwecken. Oder aber es ist eigentlich eine Budo-Kunst, wird aber nicht mehr traditionell unterrichtet.

 
 

Autor: GM Harald Peter, Copyright © 1991