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Die traditionelle Unterrichtsmethode am Beispiel Taekwon-Do – Teil 3


Zen

 
Zen ist eine spezielle Richtung des Buddhismus.

 

Im Buddhismus geht es um das Erreichen des Satori (Erleuchtungserlebnis) und das Eingehen in das Nirwana (Einswerdung mit der alles durchdringenden Energie). Für den Buddhisten sind wir alle Teile dieser Energie, stammen daraus und streben wieder zurück. Näher soll aber darauf nicht eingegangen werden.

 

Im Zusammenhang mit dem Unterricht traditioneller Kampfkünste wie Taekwon-Do und andere, ist für den Zen-Praktizierenden nicht das primäre Ziel das Erlernen der 1398zigsten Spezialtechnik oder das Verfeinern einer Technik bis in den Mikrometerbereich, um eine gottähnliche Perfektion zu erreichen. Das eigentliche Problem ist, dass wir unsere Herkunft vergessen haben. Wenn wir wieder mit unserem Ursprung verbunden sind, dann haben wir das Wissen um diese Fähigkeiten selbstverständlich.

 

Der Zen-Künstler wird also seine ganze Energie dafür einsetzen, die Lücke zwischen seinem Tagesbewusstsein und den unterbewussten, intuitiven aber vergessenen Fähigkeiten zu überbrücken.

 
 

Autor: GM Harald Peter, Copyright © 1991