/

Die traditionelle Unterrichtsmethode am Beispiel Taekwon-Do – Teil 4


Taekwondo, Taekwon-Do, Tae Kwon Do

 
Das „Traditionelle Taekwon-Do“ ist alles drei: es ist Kempo, es ist Budo und es ist Zen-Kunst.

Unabhängig davon, ob Vollkontakt, Semikontakt oder Kontaktlos geübt wird, kann es traditionelles Taekwon-Do sein oder auch nicht.

Es gibt traditionelle Taekwon-Do Meister in allen „Tae Kwon Do“ Stilrichtungen. Es ist davon abhängig, ob der Lehrer / Meister selbst traditionell, klassisch ausgebildet wurde oder wird und dass sein Herz dauerhaft (zumindest über seinen Meister) damit verbunden ist – er wird gar nicht anders ausbilden können und wollen.

Auf der anderen Seite wird ein Lehrer / Meister, der keine traditionelle, klassische Ausbildung genossen hat oder sie vorzeitig (bevor eine echte Verbindung entstanden ist) abgebrochen hat, auch nie im traditionellen Sinne unterrichten können. Beispiele dafür gibt es genug, auch wenn sie sich „Traditionell“ nennen. Es ist dann nichts weiter als eine Marketing-Phrase und wie die meisten anderen Phrasen Betrug am „Kunden“ (Schüler).

Es gibt einen deutlichen Unterschied!

 

Merkmale für den traditionellen Unterricht

 
Traditionelles Taekwon-Do ist sehr diszipliniert und reglementiert. Die Regeln gelten für alle! Es wird auf Etikette und Sauberkeit geachtet. Es gibt ein Taekwondo für alle (auch kein für Kinder inhaltlich abgespecktes „Kinder-Taekwondo“). Im Übungsraum wird geübt, nicht geplappert usw.

Die traditionellen Riten vor, während und nach dem Unterricht werden strikt eingehalten.

Als Zuschauer muss man eine außergewöhnliche Konzentration wahrnehmen. Der Meister beherrscht mit seiner Persönlichkeit den Raum, alle Schüler folgen.

 
 

Autor: GM Harald Peter, Copyright © 1991