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Die traditionelle Unterrichtsmethode am Beispiel Taekwon-Do – Teil 6


Verbände – Taekwon-Do Federation, Taekwondo Association usw.

 
Für einen traditionellen Meister ist es völlig ohne Belang, ob das was er macht Taekwondo, koreanisches Karate, Taekwon-Do, Taekyon oder sonstwie heißt. Ebenso der Hickhack mit den vielen verschiedenen Verbänden, die es für diese Kampfkunst / diesen Kampfsport gibt. Zum einen wurde politische Macht missbraucht um mit Taekwondo die eigenen Ziele zu verfolgen, zum anderen haben sich die zwei großen Weltverbände (WTF und ITF) durch den Bruderzwist zwischen Süd- und Nordkorea so manifestiert, wie sie sich heute darstellen. Und daraus folgend die vielen Absplitterungen von Meistern und Gruppen, die mit solcher Politik nichts zu tun haben wollten und wollen – zum Teil auch nur wieder um selbst eine mächtigere Position zu erlangen.

 

Für einen traditionellen Taekwon-Do Meister ist das absolut unwichtig, ob innerhalb eines Verbandes oder außerhalb, es macht für seinen Unterricht keinen Unterschied!

 

Abschließendes

 
Taekwon-Do ist dann traditionell, wenn in der Ausbildung die traditionellen Wurzeln Quanfa/ Kempo – Budo – Zen zu erkennen sind. Es ist natürlich klar, dass es die hier beschriebene starre Abgrenzung dieser Wurzeln voneinander nicht gibt. Sie dient in diesem Artikel der einfacheren Erläuterung.

 

Im Internet sieht man manchmal Artikel wie etwa:

„Taekwon-Do soll traditionell sein? – Ha, Ha, Ha – Taekwondo gibt es doch erst seit den 1950er Jahren!“

Ich hoffe, dass dieser Artikel deutlich macht, was die über 2000-jährigen Wurzeln des Taekwon-Do sind, auch wenn es den Namen „Tae-Kwon-Do“ erst verhältnismäßig kurz gibt.

 
 

Autor: GM Harald Peter, Copyright © 1991